Die Schere zwischen Arm und Reich geht in vielen Ländern weiter auseinander – das bedeutet, dass die Einkommens- und Vermögensunterschiede zunehmen. Reiche Menschen werden immer wohlhabender, während ärmere Bevölkerungsgruppen oft stagnieren oder sogar Rückschritte erleben.
Gründe dafür sind unter anderem:
- Kapitalgewinne vs. Arbeitseinkommen: Reiche erzielen ihr Einkommen oft durch Kapitalanlagen (z. B. Aktien, Immobilien), die stärker wachsen als Löhne.
- Globalisierung & Automatisierung: Höherqualifizierte Jobs profitieren, während einfache Tätigkeiten ersetzt oder ins Ausland verlagert werden.
- Schwache Umverteilungspolitik: In vielen Ländern reichen Steuern und Sozialleistungen nicht mehr aus, um die Ungleichheit zu verringern.
- Erbschaften & Vermögenskonzentration: Vermögen wird zunehmend vererbt und konzentriert sich in wenigen Händen.
Um einen der reichtsen Menschen der Welt zu zitieren: „Und an diejenigen, die argumentieren, dass höhere Steuersätze die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern, möchte ich erinnern, dass zwischen 1980 und 2000 netto fast 40 Millionen Arbeitsplätze geschaffen wurden. Sie wissen, was seitdem passiert ist: niedrigere Steuersätze und weitaus weniger Arbeitsplätze.“
– Warren Buffett, New York Times, August 2011.
Buffett schlug vor, dass Personen mit einem Jahreseinkommen von über 1 Million US-Dollar mindestens 30 % Steuern zahlen sollten, um sicherzustellen, dass sie nicht weniger als die Mittelschicht beitragen. Diese Idee wurde als „Buffett-Regel“ bekannt, wurde jedoch 2012 im US-Senat durch eine republikanische Filibuster blockiert.
Dem alten Knaben kann ich jedenfalls nicht widerspechen.
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